Aus der Nähe zur Weite

Dokumentarfilm, 2025, 13:18min

Ein filmisches Porträt des Künstlers Andreas Green.

Zum ersten Mal begegnete ich Andreas als Jugendlicher. Damals absolvierte ich bei ihm einen Porträtzeichenkurs in Cuxhaven. Fast zwanzig Jahre später kreuzten sich unsere Wege erneut.

Was als Idee für ein kleineres Künstlerporträt begann, entwickelte sich allmählich zu einem Film über eine bestimmte Art, die Welt zu betrachten. Während der Dreharbeiten in Andreas’ Atelier hatte ich oft das Gefühl, weniger Filmemacher als vielmehr Beobachter und Lernender zu sein – ähnlich wie die Künstlerinnen und Künstler, die Andreas früher im Künstlerhaus Cuxhaven betreute und aus aller Welt empfing.

Heute hat Andreas sein Atelier an der Grimmershörn-Bucht in Cuxhaven. Dort sammelt er Eindrücke, Materialien und Fundstücke, aus denen im Zusammenspiel von Aufmerksamkeit, Experiment und spielerischer Offenheit neue Arbeiten entstehen.

Was mich an Andreas besonders faszinier ist seine Haltung. Auch nach Jahrzehnten künstlerischer Praxis hat er sich eine seltene Neugier und eine fast kindliche Offenheit gegenüber dem Unerwarteten bewahrt. Seine Arbeiten scheinen weniger aus Gewissheit als aus dem Wunsch heraus zu entstehen, zu beobachten, zu erkunden und sich überraschen zu lassen.

„Aus der Nähe zur Weite“ ist deshalb weniger eine klassische Künstlerbiografie als eine Annäherung an Wahrnehmung, Freiheit und die Freude am Entdecken. In gewisser Weise schließt sich dabei ein Kreis: Andreas brachte mir einst bei, Menschen zu zeichnen. Viele Jahre später entstand daraus mein filmisches Porträt von ihm.


Andreas Green

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A Living Artwork (DoP)

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Gone Astray – Short Film